Die Straßen im Blick

Die Diskussion um die Straßenausbaubeitragssatzung hat auch sie wachgerüttelt: Erstmals schauten sich die Emtmannsberger Gemeinderäte die Straßen, die sie heuer sanieren wollen, persönlich an. In den Jahren zuvor hatte der Rat einfach abgenickt, was das Bauamt der VG und Bürgermeister Thomas Kreil zur Sanierung bestimmt hatten.

Aufgekommen war die Idee mit einem Antrag des Bürgerbündnisses, einmal im Jahr alle Emtmannsberger Straßen zu begehen. Das war den Räten zu viel. Sie einigten sich darauf, dass Bauamt und Kreil eine Vorauswahl treffen und diese dann besichtigt wird.

Rund fünf Prozent der Emtmannsberger Straßen sind so kaputt, dass sie sofort saniert werden müssten. Zum Vergleich: 70 Prozent der Straßen haben keinen oder nur einen leichten Schaden. Um 29 Kilometer Straße zu unterhalten und zu reparieren, stehen der Gemeinde in diesem Jahr 25 000 Euro zur Verfügung, zusätzlich sind 60 000 Euro für Investitionen in die Straßen eingeplant.

In Anbetracht der schwierigen Finanzlage der Kommune ist das viel, für alle sanierungsbedürftigen Straßen wird es allerdings nicht reichen. Einige Investitionen müssen also ins kommende Jahr verschoben werden. Doch auch wenn manche Anwohner noch warten müssten, sei aufgeschoben nicht aufgehoben, sagt Kreil: „Wenn wir jedes Jahr ein paar Mittel einstellen, können wir was bewegen. Von Sarah Bernhard   Details -



Rund zwei Stunden waren acht der zwölf Emtmannsberger Gemeinderäte in der vergangenen Woche unterwegs, um all die Straßen zu begutachten, die im Gemeindegebiet sanierungsbedürftig sind. Alle werden heuer aber wohl nicht zu reparieren sein. Fotos: Sarah Bernhard