Ehre für 24 Jahre Feuerwehrführung

24 Jahre lang, von 1989 bis 2013, war Rainer Zimmermann (48) Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Birk Ober- und Unterölschnitz, unter seiner Kommandantur wurde die Jugendfeuerwehr gegründet und ein neues Feuerwehrhaus gebaut. Im Rahmen der 140-Jahr-Feierlichkeiten wurde er nun zum Ehrenkommandanten ernannt – dem ersten Ehrenkommandanten, den die Feuerwehr je hatte.


Herr Zimmermann, Sie tragen jetzt einen Titel, den es vor Ihnen noch gar nicht gab. Waren Sie überrascht?

Rainer Zimmermann: Ja, das kann man so sagen. Klar, ich habe gewusst, dass der Verein mir eine kleine Ehrung machen würde, weil auf der letzten Hauptversammlung der stellvertretende Kommandant geehrt wurde und ich nichts bekommen habe. Aber mir wurde auch das Ehrenkreuz des Bezirksverbands Oberfranken verliehen und laut Kreisbrandrat Schreck ist das eine ganz besondere Auszeichnung. Scheinbar sind 24 Jahre Feuerwehrkommandant eine außergewöhnliche Sache.

Was war in diesen Jahren Ihr schönstes Erlebnis?

Zimmermann: Das war damals, als wir das Feuerwehrhaus gebaut haben, die Einsatzbereitschaft der ganzen Mannschaft. Wir haben mehr oder weniger das komplette Haus selber gemacht. Das war auch ein Erlebnis, wo man dann sagt, man muss noch ein bisschen länger Kommandant bleiben.

Und was war das Schlimmste?

Zimmermann: Als die Sirene gegangen ist und die Alarmierung lautete: Großbrand in Würnsreuth. Dort ist der Hof meiner Schwester. Ich hatte schon eine Vorahnung und dann sind wir über den Hügel und ich habe gesehen, dass es wirklich der Betrieb meiner Schwester ist. Es sind mehr als 50 Rinder verbrannt. Das zweite war ein Autounfall, bei dem der Fahrer, der mir gut bekannt war, in meinen Armen starb. Das sind Situationen, in denen du deine Hilflosigkeit erst richtig mitkriegst.

Warum sollte man sich diese schwierige Aufgabe also antun?

Zimmermann: Neben diesen zwei Sachen hatten wir 24 Jahre Gaudi, Spaß, gute Kameradschaft und viele Sachen, die Freude machen, so dass sich das Ganze wieder zum Positiven rechnet.

Das Gespräch führte Sarah Bernhard