Kirche als Gegenentwurf zur Welt

Wolfgang Maisel ist neuer Pfarrer der Kirchengemeinden Emtmannsberg, Neunkirchen und Stockau. Bei einem Festgottesdienst wurde er am vergangenen Kirchweihsonntag in der Bartholomäuskirche von Dekan Hans Peetz in sein neues Amt eingeführt. „Ich freue mich auf die Arbeit in der Gemeinde“, sagt Maisel. Zum Gottesdienst kamen auch zahlreiche Gläubige aus Neustädtlein und Busbach, der bisherigen Wirkungsstätte von Pfarrer Maisel in der Kirchengemeinde Eckersdorf.


Wolfgang Maisel hat schon vor einiger Zeit die Vertretung in den Kirchengemeinden übernommen. Eigentlich wollte er noch vor seiner Amtsübernahme in das renovierte Pfarrhaus einziehen. Doch auch fast drei Jahre nach dem Dachstuhlbrand des Pfarrhauses ist es noch nicht bezugsfertig. Frühestens im Oktober soll der Einzug möglich sein. Seit 1. Juli ist Maisel imAmt.

In seinen Begrüßungsworten betonte Maisel, dass nicht der Pfarrer im Mittelpunkt einer Kirchengemeinde oder des Gottesdienstes stehen soll. „Es geht um die Gemeinde Jesu Christi, wir treffen uns als Schwestern und Brüder zum Gottesdienst.“ Pläne fürs neue Amt hat Maisel nicht. Und die will er auch gar nicht haben. „Ich werde mit den Menschen gemeinsam beobachten, wo es hingeht“, sagt er.

Dekan Hans Peetz betonte, dass es nicht nur eine menschliche Entscheidung, sondern auch Gottes Berufung sei, dass ein Mensch mit seinen Gaben an die richtige Stelle komme.

In seiner Einführungspredigt ging der 55-jährige Maisel auf die Verse 24 bis 30 in Kapitel 22 des Lukasevangeliums ein, in denen es um Macht, Mächtige, Diener und das Dienen im weltlichen und kirchlichen Leben geht. „Kirche, die so ist wie die Welt, braucht kein Mensch. Wir müssen schon so etwas sein wie ein Gegenentwurf“, sagte Maisel. gsc