Schloss Emtmannsberg - Bauarbeiten gehen voran

Nach dem Start der Sanierungsarbeiten am Schloss in Emtmannsberg im Sommer laufen die Zimmerer- und Teile der Rohbauarbeiten auch zum Jahresende noch auf vollen Touren. Die Spezialfirma Ribas aus Rimpar bei Würzburg, ein Subunternehmer der Baufirma Roth, hat mittlerweile mit vielen hundert Verpressungen und zahlreichen Vernadelungen für die Standfestigkeit der Mauern und Wände gesorgt. Dabei wird Fließbeton über kleine Kunststoffschläuche in das Mauerwerk verpresst, wodurch wieder stabile Steinverbindungen entstehen. Mit Vernadelungen werden die Ecken und Teile der Außenwände des Gebäudes mit meterlangen Stahlelementen stabilisiert, die durch Bohrungen im Mauerwerk geschoben und dann ausgeschlämmt werden.

Die Zimmererleute der Firma Schlegel & Franke aus Oberwiera bei Zwickau haben mittlerweile den Großteil der Decken- bzw. Bodenbalken saniert. Die Böden im ersten Stock werden später teilweise erneuert, teilweise werden vorhandene Dielen aufgearbeitet. Im Moment sind die Zimmerer mit der Sanierung des Dachstuhles mit seinen Lagern, Pfetten und Sparren beschäftigt. Gute Substanz der über 300 Jahre alten Kiefernbalken aus dem Bamberger Hauptsmoorwald verbleibt im Gebäude, schlechte wird gegen Fichtenkanthölzer ausgetauscht. Noch vor den Feiertagen wird über die Hälfte der Dachkonstruktion saniert sein.

Die Dachdeckerei Meisel aus Bayreuth wird anschließend das Dach bis zum momentan noch verbliebenen Altbestand mit den bereits in zwei ersten Abschnitten verwendeten fränkischen Biberschwanzziegeln neu decken.

Der bereits teilabgebrochene Teil des Seitenbaus, der später im Erdgeschoss Küche und Lager der Gaststätte, sowie Toiletten und Fahrstuhl aufnehmen wird, soll Mitte Januar vollständig abgebrochen werden. Dieser Gebäudeteil entsteht in Anpassung an den vorhandenen Bestand komplett neu.

Während des Winters werden die Arbeiten nur im geringen Umfang weitergeführt, v.a. die Zimmererarbeiten.

Die steinerne Gewölbedecke des geplanten Dorfladens wird von Mitarbeitern der Fa. Ribas verfugt. Das zukünftige Konzept des Ladens wird in den nächsten Monaten von einem Arbeitskreis des Gemeinderates zusammen mit der Bevölkerung erarbeitet.



In luftiger Höhe erneuern die Zimmererleute Teile des Dachstuhls.